
von Jo | veröffentlicht am 16/11/09
„Ehat den Ball verloren diesmal, gegen Schäfer – Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – Toooor! Toooor! Toooor! Toooor! ….“
Es sind die Worte des Radio-Kommentators Herbert Zimmermann, die jeder im Gedächtnis hat, wenn er an das WM-Finale 1954 denkt. Sätze, die ein halbes Jahrhundert später bei den meisten Fußballanhängern immer noch Gänsehaut erzeugen. Doch warum ist dieses Endspiel, selbst bei denen, die noch nicht das Licht der Welt erblickt hatten, so in den Köpfen hängen geblieben? Ist es allein der erste erreichte Weltmeistertitel der deutschen Fußballnation?
„Er hat den Ball verloren diesmal, gegen Schäfer – Schäfer nach innen geflankt – Kopfball – abgewehrt – aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt! – Toooor! Toooor! Toooor! Toooor! ….“
Es sind die Worte des Radio-Kommentators Herbert Zimmermann, die jeder im Gedächtnis hat, wenn er an das WM-Finale 1954 denkt. Sätze, die ein halbes Jahrhundert später bei den meisten Fußballanhängern immer noch Gänsehaut erzeugen. Doch warum ist dieses Endspiel, selbst bei denen, die noch nicht das Licht der Welt erblickt hatten, so in den Köpfen hängen geblieben? Ist es allein der erste erreichte Weltmeistertitel der deutschen Fußballnation?

Screenshot Kapitel 1: Das Wunder von Bern
Wir springen in der Zeit zurück:
An diesem 4. Juli steht den Deutschen in Bern mit den Ungarn eine Mannschaft gegenüber, die als „Goldene Elf“ in die Geschichte eingeht. Seit viereinhalb Jahren hat die Mannschaft um den überragenden Spielmacher Ferenc Puskas kein einziges Spiel mehr verloren. Jeder halbwegs interessierte Fußballfan in Europa spult die Aufstellung der legendären Mannschaft automatisch herunter. Grosics, Buzànszky, Lòrànt, Lantos, Bozsik…
Diese Mannschaft trotzt vor Selbstbewusstsein, als der englische Referee William Ling das Endspiel 7min zu früh (!) anpfeift. Viele Plätze sind zu diesem Zeitpunkt noch unbesetzt. Schockiert müssen die meisten von Ihnen beim Betreten des Stadions um 17:01 feststellen, dass die Giganten bereits mit 2:0 führen. Puskas im Nachschuss und Czibor nach einem Torwartfehler von Turek lassen schon nach wenigen Minuten scheinbar die Träume Millionen Deutscher Fußballanhänger zerplatzen.

Screenshot Kapitel 1: Die Ungarn laufen ein
Doch dieses Spiel hat seinen Sieger noch nicht gefunden. Dauerregen hat den Platz tief und den Rasen seifig werden lassen, Marke „Fritz-Walter-Wetter“. Die Stollen greifen. Nach dem Fehlstart in die Partie beginnen die Deutschen nun den Ball auf den ihrerseits beliebten Platzverhältnissen geschickter zu kontrollieren. Morlock grätscht in einen abgefälschten Schuss hinein und erzielt bereits in der 12min. den Anschlusstreffer. Die Hoffnung ist wieder reaktiviert und wenige Minuten später fällt auch das Träumen wieder leichter. Fritz Walter mit dem Eckball, Rahn steht drei Meter vor dem Tor frei, Dropkick – der Ausgleich. Das Stadion bebt.
Auch im weiteren Verlauf der Begegnung agieren beide Mannschaften auf höchsten spielerischen und kämpferischen Niveau. Nur die Tore wollen nicht mehr fallen. Mitverantwortlich dafür, der deutsche Torhüter. Toni Turek hält nach seinem anfänglichen Patzer die Deutschen durch seine Paraden immer wieder im Spiel. Die Partie neigt sich dem Ende entgegen, als es zu der Szene kommt, die „den Boss“ unsterblich werden lassen. An der Strafraumgrenze bekommt Rahn den Ball, versetzt mit einem kleinen Schlenker seinen Gegenspieler und trifft aus 16m ins linke untere Eck. Sechs Minuten später ertönt der Schlusspfiff. Deutschland ist erstmals Fußball Weltmeister. Ein Land ist im Freudentaumel. Die unbesiegbaren Riesen aus Ungarn sind geschlagen.

Screenshot Kapitel 1: Impossible is nothing
Ein erster Teil der Geschichte ist erzählt und Du kannst Teil dieser Geschichte werden. Mit einem Klick stehst Du auf dem Rasen des Wankdorf-Stadions in Bern. Beweise uns, dass Du auch das Zeug dazu hast die „Goldene Elf“ in die Schranken zu weisen.
Erstes Kapitel: Das Wunder von Bern